Resonanzboden restaurieren

Resonanzbodenrisse entstehen durch Trockenheit und altern des Holzes bzw. der Leimfugen. Diese Risse bewirken nicht immer gleich, dass sich klanglich am Instrument etwas verändert. Wenn aber Haarrisse oder durchgehende Risse hinzukommen, kann die Wölbung des Resonanzbodens zusammenfallen und das Instrument verliert Kraft und Dynamik. Wenn der Resonanzboden keine Wölbung mehr aufweist, stellen wir diese durch eine spezielle Methode wieder her. Bei einer kompletten Restaurierung des Instruments empfehlen wir immer, Risse mit reparieren zu lassen.

Der Resonanzboden wird zuerst getrocknet, damit die Risse komplett aufgehen. Das Holz hat nach einer Trocknung nur noch 6 - 7% Holzfeuchte. Die Risse werden mit einem Ausspäneisen geöffnet. Danach werden die keilförmigen Holzspäne mit Fischleim eingeleimt. Nach der Trocknungsphase werden die Späne abgestochen. Wird der Boden nicht neu lackiert, werden die Späne gebeizt. So heben sie sich nicht farblich hell vom Boden ab. Bei Neulackierung des Resonanzbodens sind folgende Arbeitsschritte noch nötig: grobes Abziehen - Feinschliff - lackieren oder wachsen.

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